Mai 24

Mit diesem Artikel geht es in die letzte Runde meiner Artikelserie über die “großen fünf” Browser. Heute ist nicht unbedingt der “letzte” Browser dran, aber das wohl neueste Produkt in diesem Software-Segment – der Google Chrome. Hat es sich gelohnt, dass Google sich für seinen hauseigenen Browser so sehr ins Zeug gelegt hat und wie fing alles an? Diese Fragen und ein paar mehr werde ich heute klären.


Seit wann gibt es den Internet-Browser Google Chrome überhaupt?

Die erste stabile Version Google Chrome 1.0 erblickte am 11. Dezember 2008 das Licht der Internetwelt. Drei Monate zuvor wurde am 2. September 2008 die erste Beta-Version für Windows veröffentlicht. Linux- und Mac-Nutzer mussten jedoch bis zum 17. März 2010 warten, ehe Google mit der Version 4.0 endlich eine Beta-Variante für diese Betriebssysteme herausbrachte. Aktuell arbeitet das Entwicklerteam gerade an der Version 6.0. An dem kurzen Zyklus der Versionen sieht man bereits, dass Google seinen Browser permanent weiterentwickelt und ein gehöriges Tempo vorlegt, Aber das ist nicht der einzige Grund wie Ihr weiter unten noch lesen werdet.

Mit welcher Technik arbeitet Google Chrome?

Logo Google ChromeWie auch im Safari von Apple wird im Google Chrome die freie HTML-Rendering-Engine WebKit verwendet. Zur Ausführung von JavaScript wird die freie Javascript-Engine V8 eingesetzt. Google Chrome besteht aus drei Teilen. Dem eigentlichen Browser, der für die Steuerung der Software zuständig ist, dem im Browser implementierten und als Unterprozess ausgeführtem Renderer und der Rendering-Engine WebKit, die innerhalb des Renderers abläuft. Die Rendering-Prozesse der einzelnen Reiter (Tabbed Browsing) laufen hierbei in einer abgeschirmten Umgebung (Sandbox) ab. Dadurch wird Schadcode gehindert, den kompletten Computer zu befallen, wenn nur ein Reiter korrumpiert ist.

Ist Google Chrome jetzt endlich sicherer?

Auch ich habe wie Millionen anderer Internetnutzer Google Chrome direkt nach der Veröffentlichung der Beta-Version sofort heruntergeladen und installiert. Schließlich war es zu der Zeit ein kleines Ereignis, dass Google überhaupt einen Internet-Browser herausgebracht hat. Nach nur wenigen Tagen wurde ich dann genauso geläutert wie viele andere Nutzer auch. Denn schnell kam heraus, dass jeder einzelne Google Chrome eine eindeutige Identifikationssnummer besaß, mit deren Hilfe die Suchanfragen einem einzigen Browser und somit auch Benutzer zugeordnet werden konnten. Also alles wieder auf Anfang und Google Chrome deinstalliert.

Ab der Version 4.1 verzichtet Google komplett auf die ID. Bei der Installation hat man nun auch die Möglichkeit das Senden der Daten abzuschalten. Diese sollen angeblich bei Programmfehlern zur Problembehebung beitragen. Mit diesen beiden Schritten hat Google endlich die Maßnahmen ergriffen, die deutlich zu einem größeren Vertrauen der Surfer führen werden.

Welche Funktionen bietet mir Google Chrome?

Zuerst einmal das mittlerweile zum Standard gewordene Tabbed Browsing. Darüber hinaus kann man das Hinterlassen von Surfspuren (über das Schlüssel-Symbol: Neues Inkognito-Fenster) vermeiden. Für Webmaster sind die Funktion “Element überprüfen” (über das Kontextmenü) bzw. Entwicklertools (über die Menüleiste) äußerst hilfreich. Daneben sind noch die verschiedenen Einstellungen zur Sicherheit (z.B. Phishing- und Malware-Schutz aktivieren) nützlich. In den Grundeinstellungen kann man sogar die Google Mitbewerber wie Ask, Bing und Yahoo zur Standardsuche auswählen.

Gibt es Erweiterungen für den Google Chrome?

Anders als beim Safari gibt es bereits jetzt sehr viele Erweiterungen für den Chrome von Google. Auf der Website für die Erweiterungen werden über 4.500 Tools in allen möglichen Sprachen aufgelistet, aber nicht alle darunter befindlichen sind auch wirklich sinnvoll. Spaß macht es aber trotzdem sich mal durch die neuesten Erweiterungen zu klicken. Nachfolgend liste ich ein paar nützliche Erweiterungen auf.

AdBlockLogo AdBlock

Keine Lust auf die ständige Werbung im Netz? Hier hilft das Feature AdBlock von Michael Gundlach. Die vom Firefox bekannte Erweiterung ist jetzt auch für den Google Chrome erhältlich, allerdings von einem anderen Entwickler. Hier macht Michael Gundlach explizit darauf aufmerksam. Er hat wahrscheinlich zu viele Support-Anfragen bezüglich der Firefox-Version bekommen ;-)

Chrome TV

Mit dieser freien Erweiterung kann man direkt vom Internet-Browser fernsehen. Nach der Installation hat man rechts neben dem Adressfeld einen zusätzlichen Button. Dahinter verbergen sich die einzelnen Sparten wie News, Musik, Sport, Wetter usw. von derzeit über 3.000 Fernsehstationen. Diese sind noch in die verschiedenen Länder unterteilt. Da kommt der interessierte Nutzer ja gar nicht mehr vom Rechenknecht weg.

JSCloud

Eine hilfreiche Erweiterung für Webmaster ist JSCloud von Christoph Sassenberg. Mit Hilfe dieses Tools wird eine Wolke (Cloud) erstellt, die sich aus den <h> und <p> Tags der aktuellen Website zusammensetzt. Danach kann man sich eine Liste anzeigen und die Wörter als Suchbegriff in Google, Wikipedia oder Flickr suchen lassen.

RSS-Abonnement

Mittlerweile ist das Abonnieren von RSS-Feeds aus dem Internet nicht mehr wegzudenken. Diese Funktion ist deutlich bequemer als einen Newsletter zu abonnieren. Mit RSS-Abonnement kann man einen RSS-Feed einfach und schnell aus dem Browser heraus abonnieren.

TooManyTabs

Mit Hilfe von TMT kann man seine ungenutzten Tabs verwalten und schafft dadurch Platz in seinem wertvollen Arbeitsspeicher. Diese Erweiterung ist beim Firefox bereits sehr beliebt und wird seine Freunde auch beim Google Chrome schnell finden.

Fazit

Google Chrome ist dank der notwendigen Verbesserungen der Benutzer-Sicherheit deutlich attraktiver geworden. Zu einem der schnelleren Browser zählt er sowieso.

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