Während die Webbrowser Firefox und Internet Explorer in aller Munde bzw. auf sehr vielen Rechnern zu finden sind, schlummert Apples hauseigenes Produkt in der Rangliste der am häufigsten benutzten Surfsoftware auf dem dritten Platz. Hat der Safari das Zeug, es den beiden Riesen zu zeigen, und wie nutze ich den Safari wirklich effizient? Diese Fragen möchte ich in meinem heutigen Artikel etwas näher unter die Lupe nehmen.
Wann entstand der Webbrowser Safari überhaupt?
Am 7. Januar 2003 wurde auf der Macworld in San Francisco von Steve Jobs angekündigt, dass die Firma Apple einen eigenen Webbrowser mit dem Namen Safari entwickelt. Die Version 1.0 wurde am 23. Juni 2003 als separater Download für das Betriebssystem Mac OS X v10.2 (Jaguar) veröffentlicht. Seit dem Betriebssystem Mac OS X v10.3 (Panther) ist Safari der Standardbrowser auf einem Mac. Mit der Version 2.0.2 gelang es Apple als erstem Hersteller eines Browsers überhaupt den Acid2-Test zu bestehen. Diese Test-Webseiten (Acid-Tests) dienen der Überprüfung von Browsern und ähnlichen Anwendungen auf ihre Konformität zu den Standards des World Wide Web Consortiums (W3C).
Mit der Version 3.0, die am 11. Juni 2007 erschienen ist, war Safari erstmals auch für die Betriebssysteme Microsoft Windows XP und Vista erhältlich. Gemäß Apple soll die Windows-Version innerhalb von 48 Stunden mehr als 1 Millionen Mal heruntergeladen worden sein. Am 8. Juni 2009 wurde die Safari-Version 4.0 offiziell freigegeben.
Mit welcher Technik arbeitet Safari?
Grundlage des Webbrowsers Safari ist die freie HTML-Rendering Bibliothek WebKit, die mittlerweile von Apple, Google, Nokia und anderen weiterentwickelt wird.
Welche Funktionen hat der Safari?
Neben den üblichen Funktionen wie Tabbed Browsing, Autovervollständigung und Pop-Up-Blocker verfügt der Safari beispielsweise noch über einen Überblick der am häufigsten besuchten Webseiten (Top Sites), ein schnelles Durchsuchen der zuletzt aufgerufenen Seiten (Full History Search), ein Blättern im Verlauf und in den Lesezeichen (Cover Flow) und eine automatische URL-Korrektur und -Vervollständigung (Smart Fields). Wenn man sich beim Surfen mal wieder verfranst hat, gelangt man dank der Snap-Back-Funktion schnell zu den ursprünglichen Suchergebnissen zurück.
Reichen die Funktionen des Safari völlig aus?
Kommt ganz drauf an, was man vorhat. In der blanken Version des Safari bietet Apple 150 Funktionen an, die für das schnelle und sichere Surfen absolut ausreichend sind. Dennoch ist die Funktionsvielfalt für einige Nutzer nicht befriedigend.
Welche Erweiterungen gibt es für den Safari?
Im Gegensatz zu dem Branchenprimus Firefox mit seinen über 5.000 kostenlosen Erweiterungen, gibt es für den Safari deutlich weniger. Auf der Website PimpMySafari werden zurzeit gerade einmal 91 Erweiterungen angeboten.
Welche Erweiterungen sind zu empfehlen?
Glims
Wem die Suchfunktion von Safari nicht ausreicht, der sollte sich Glims anschauen. Die Möglichkeiten von Glims lassen sich sehr einfach in den Safari-Einstellungen festlegen. Mit Glims zeigt Safari eine Liste der Suchergebnisse direkt aus dem
Suchfeld an. Eine Auswahl verschiedener Suchmaschinen oder Webseiten im Suchfeld stellt Glims ebenfalls zur Verfügung. Für Google und Yahoo Suchergebnisseiten bindet Glims auch Thumbnails in die Ergebnisse mit ein. Des Weiteren können Favicons auf den Tabs angezeigt und Safari im Vollbildmodus dargestellt werden. Das ist noch nicht alles. Die weiteren Funktionen solltet Ihr einfach mal selbst ausprobieren.
Safari AdBlock
Um unangenehme Werbung zu verhindern, empfehle ich Safari AdBlock. Diese Erweiterung ist ähnlich aufgebaut wie AdBlockPlus für den Firefox.
Safari Cookies
Wer mit den bordeigenen Möglichkeiten zur Cookie-Kontrolle nicht zufrieden ist, dem kann ich Safari-Cookies ans Herz legen. Mit dieser Erweiterung lassen sich nützliche Cookies bequem schützen und lästige Datensammler einfach beseitigen.
SafariSpeed
Euch startet der Safari noch nicht schnell genug und Ihr möchtet auch Internetseiten gerne noch schneller laden? Dann holt Euch den SafariSpeed. Diese Erweiterung verändert mehrere Einstellungen und macht den Safari dadurch rasend schnell. Zum Beispiel wird die Ladeverzögerung entfernt, der Browser-Cache wird deaktiviert und es verschwinden zusätzlich noch die Icons aus der Favoritenleiste. Als Resultat erhaltet Ihr einen schnelleren Browser.
SafariStand
Nicht nur für Webentwickler ist die kostenlose Erweiterung SafariStand eine hilfreiche Browser-Ergänzung. Mit diesem Tool lassen sich HTML-Befehle im Quellcode syntaktisch einfärben. Für jede einzelne Webseite und Domain können spezifische Sicherheitseinstellungen vorgenommen werden und vieles mehr. Taucht ein in die Welt von SafariStand.
Fazit
Der Safari ist ein schlanker und schneller Browser, der sich mit nützlichen Erweiterungen gut aufbohren lässt, der aber nicht an die Vielfalt von Firefox herankommt.