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Windows 7 – Was bringt das neue Flaggschiff von Microsoft?

Am 22. Oktober 2009 war es endlich soweit. An diesem Tage erblickte der viel gelobte Nachfolger des größten Murkses in der Geschichte der Betriebssysteme (Windows Vista) mit dem internationalen Verkaufsstart das Licht der PC-Welt.

Wie groß der Run auf das neue Flaggschiff von Microsoft war, zeigt die Tatsache, dass der Hersteller bereits wenige Tage nach der Veröffentlichung einer Beta-Version für die Allgemeinheit am 9. Januar 2009 seinen Download wegen Serverüberlastung zeitweise stilllegen musste. In meinem heutigen Artikel möchte ich die Geschichte des Betriebssystems Windows näher beleuchten sowie ein paar Tipps und Tricks zu Windows 7 geben.


Wann entstand das Betriebssystem Windows?

Ursprünglich war Microsoft Windows eine grafische Erweiterung für das Betriebssystem MS-DOS (Microsoft-Disk Operating System), dessen Entwicklung bereits Anfang der 1980er Jahre begann. Oberfläche von Windows 1.0Windows 1.0 wurde erstmals am 10. November 1983 auf der COMDEXX vorgestellt und im August 1985 veröffentlicht.

Im Juli 1993 kam die Produktlinie ab Windows NT auf den Markt. Diese Version besitzt einen eigenen Kernel und bildet die Grundlage für die aktuelle Ausgabe Windows 7. Am 15. August 1995 erschien die ersten Version der Windows 9x-Reihe, die im August 2000 mit Windows Me (Millennium Edition) eingestellt wurde.

Die bisher erfolgreichste Version ist Windows XP, für die der Vollsupport am 14. April 2009 beendet wurde. Selbst der Nachfolger Vista erzielte nicht den hohen Marktanteil von XP.

Bereits drei Monate nach der Veröffentlichung von Windows 7 lag der Marktanteil schon bei knapp unter 20 %. In diesem Zeitraum wurden über 60 Millionen Lizenzen verkauft. Damit ist Microsofts neues Flaggschiff das am schnellsten verkaufte Betriebssystem überhaupt.

Als Erscheinungsjahr für das Nachfolgeprojekt mit dem internen Entwicklungsnamen “8″ wird 2012 angepeilt.

Warum heißt Windows überhaupt Windows?

Zuerst hatte Microsoft Windows 1.0 die Codebezeichnung “Interface Manager”. Nachdem die Entwickler von Microsoft ständig von Fenstern sprachen, entschied sich die Marketingabteilung von Microsoft für Windows. Der Begriff Window (Fenster) geht auf den Aufbau grafischer Benutzerschnittstellen zurück. In den frühen 1970er Jahren wurde im Xerox PARC das WIMP-Paradigma (Window, Icon, Menu, Pointing-Device) entwickelt. Die Grundlage einer globalen Marke war geboren.

Tipps und Tricks für das Betriebssystem Windows 7Logo von Windows 7

Auch das aktuellste Betriebssystem von Microsoft hat einiges an Kniffen unter der Haube. Vielfach liegen die hilfreichen Optionen und nützlichen Zusatzprogramme in der Registrierungsdatenbank oder in den Konfigurationsmenüs versteckt. Ein paar Tipps und Tricks werde ich hier näher ausführen.

Erweitertes Kontextmenü

Geöffnet wird das Kontextmenü normalerweise mit einem Klick auf die rechte Maustaste. Nach dem Rechtsklick z.B. auf eine Datei oder einen Ordner erscheint ein Menü, in dem man eine verkürzte Auswahl der in der Menüleiste befindlichen Befehle erhält. Diese Menüauswahl bezieht sich auf das gerade angeklickte Objekt und es werden Befehle angezeigt, die zu dem Zeitpunkt für das Objekt sinnvoll sind. Möchte man diese Auswahl vergrößern so hilft ein Drücken der SHIFT-Taste bei gleichzeitigem Rechtsklick und schwups erhält man einige zusätzliche Befehle.

Arbeiten mit zwei Bildschirmen

Windows 7 ist für Anwender mit zwei Bildschirmen komfortabel zu bedienen. Mit Hilfe der Tastenkombination [WINDOWS]+[SHIFT]+[PFEIL links/rechts] verschiebt man schnell das aktive Fenster auf den Bildschirm der gedrückten Pfeiltaste.

Schnelles Anheften von Ordnern

Die Funktion des Anheftens von Programmen sollte jedem Anwender geläufig sein. Man kann auch Ordner mittels Drag&Drop auf die Taskleiste ziehen und hat seine häufig benutzten Ordner sofort griffbereit.

Problemaufzeichnung

Solltet Ihr wider Erwarten Probleme mit Windows 7 haben und dem EDV-Berater Eures Vertrauens die Sachlage per E-Mail oder am Telefon nicht genau erklären können, dann hilft Euch Windows mit der Problemaufzeichnung. Einfach in dem Suchfeld des Startmenüs die Buchstaben “psr” eingeben, auf den Vorschlag klicken und schon habt Ihr ein hilfreiches Werkzeug, dass auf der Grundlage Eurer Arbeitsschritte per Screenshots eine HTML-Datei erzeugt. Diese könnt Ihr dann bequem an Euren Spezialisten mailen.

Die nächsten Tipps und Tricks für Windows 7 gibt es bald in einem weiteren Artikel.

Fazit

Mit Windows 7 ist Microsoft endlich ein größerer Wurf gelungen. Das neueste Betriebssystem aus dem Hause vereint die Geschwindigkeit und Stabilität von XP mit der modernen Bedienungsoberfläche von Vista. Hinzu kommt, dass Windows 7 tendenziell weniger Arbeitsspeicher verbraucht als Vista. Ich bin zwar glücklicher und zufriedener Benutzer eines Macs, aber meinen Kunden kann ich das neue Flaggschiff von Microsoft dennoch wärmstens empfehlen.

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