Ein aktueller Artikel der FAZ online über die Internetseiten des Jahres 2010 belegt, dass Facebook mächtig zugelegt hat. Das mittlerweile beliebteste soziale Netzwerk Deutschlands hatte laut FAZ online im November 2010 insgesamt 28,5 Millionen Besucher.
Damit liegt Facebook in Deutschland zwar nur auf dem vierten Platz (hinter Google, Microsoft und eBay), der Zuwachs von 16,7 Millionen Besuchern ist aber mit weitem Abstand Spitzenwert. Grund genug für mich, diesem beliebten sozialen Netzwerk eine eigene Artikelserie zu widmen. Im ersten Teil gehe ich dabei auf die Geschichte und die Grundlagen ein.
Was ist Facebook überhaupt?
Facebook ist eine Internetseite zur Bildung und Unterhaltung von sozialen Netzwerken, die ihren Mitgliedern vielfältige Funktionen anbietet. So gehört die Möglichkeit ein eigenes Profil zu erstellen ebenso dazu wie das Versenden und Empfangen von persönlichen Nachrichten sowie Benachrichtigungen bei diversen Ereignissen (Pinwandeinträge, Fotos, Videos). Zudem verfügt Facebook über einen eigenen Marktplatz.
Seit wann gibt es Facebook?
Am 4. Februar 2004 startete Mark Zuckerberg mit seinen Mitstreitern Dustin Moskovitz, Chris Hughes und Eduardo Saverin den Dienst Facebook. Zunächst war es ein Netzwerk für die Studenten der Harvard University. In der Folgezeit wurde die Website für Studenten in den Vereinigten Staaten freigegeben. Danach folgte dann die Öffnung für High-Schools. Ab September 2006 konnten sich auch Studenten ausländischer Hochschulen anmelden, später wurde Facebook für alle Nutzer freigegeben. Im März 2008 startete der Dienst auch auf Deutsch.
Wem gehört Facebook?
Die Erfinder Zuckerberg (24 Prozent), Moskovitz (6 Prozent), Hughes (12 Prozent) und Saverin (5 Prozent) halten fast die Hälfte der Anteile an Facebook. Bereits im Juni 2007 hatte Facebook mit dem Internet-Unternehmer Peter Thiel den ersten Investoren an Land gezogen. Bis heute kamen einige größere Investitionssummen hinzu. Der Geschäftsmann Li Ka-shing (laut Forbes Magazine mit 21 Milliarden Dollar der 14. reichste Mensch der Welt) beteiligte sich im November 2007 mit 60 Millionen Dollar. Selbst Microsoft investierte im Oktober 2007 die nicht geringe Summe von 240 Millionen Dollar in Facebook. Die höchste Investitionssumme kam von der russischen Investment-Firma Digital Sky Technologies, die im Jahre 2009 insgesamt 400 Millionen Dollar berappte.
Konzerne wie Yahoo! und Viacom wollten Facebook bereits übernehmen, was jedoch von den Gründern strikt abgelehnt wurde. Selbst eine Übernahme durch Google kam nicht zustande.
Etwas aus dem Fenster lehnt sich aktuell die dänische Saxo Bank. Wie jedes Jahr im Dezember stellt das Institut seine “Outrageous Predictions” vor, also “unerhörte Vorhersagen“ für Entwicklungen des kommenden Jahres. Die 10 Vorhersagen beziehen sich nach Angaben der Saxo Bank auf potenzielle Szenarien, die erhebliche Auswirkungen auf die Märkte haben könnten. Gemäß der diesjährigen Prognose könnte Steve Jobs’ boomendes Unternehmen Apple das soziale Netzwerk Zuckerbergs im Jahr 2011 komplett übernehmen. Im vergangenen Jahr erfüllten sich drei der Vorhersagen für 2010. Die Wahrscheinlichkeit für Apples Übernahme liegt also bei 30 %.
Wie hat sich Facebook bisher entwickelt?
Die Zahl der aktiven Benutzer explodierte in der Geschichte Facebooks förmlich. Hier eine kleine Auswahl.
12/2004 – fast 1 Millionen aktive Nutzer
12/2005 – mehr als 5,5 Millionen aktive Nutzer
12/2006 – mehr als 12 Millionen aktive Nutzer
10/2007 – mehr als 50 Millionen aktive Nutzer
08/2008 – mehr als 100 Millionen aktive Nutzer
01/2009 – mehr als 150 Millionen aktive Nutzer
02/2009 – mehr als 175 Millionen aktive Nutzer
04/2009 – mehr als 200 Millionen aktive Nutzer
07/2009 – mehr als 250 Millionen aktive Nutzer
09/2009 – mehr als 300 Millionen aktive Nutzer
12/2009 – mehr als 350 Millionen aktive Nutzer
02/2010 – mehr als 400 Millionen aktive Nutzer
07/2010 – mehr als 500 Millionen aktive Nutzer
(Quelle: Facebook Presse-Informationen)
Im November 2010 hatte Facebook weltweit sensationelle 647,5 Millionen Besucher. Rund 280 Millionen Nutzer kommen täglich auf die Website. In solchen Nutzerzahlen steckt massives Potential, sowohl im Marketing-Bereich als auch von der Marktmacht im Internet.
Wie kam Facebook zu seinem Namen?
Der Name Facebook bezieht sich auf die sogenannten Facebooks (Face: englisch für Gesicht; book: englisch für Buch), die die Studenten an manchen amerikanischen Colleges zur Orientierung auf dem Campus erhalten. In diesen Facebooks sind andere Mitstudenten abgebildet.
Wie funktioniert Facebook?
Einfach mit Deinen Daten bei Facebook kostenlos registrieren und schon kann es losgehen. Nach der erfolgreichen Registrierung sollte man sein Profil bearbeiten sowie die Privatsphäre-Einstellungen anpassen. Empfehlenswert sind die Seiten “Facebook verwenden“ und “Erste Schritte“ im Hilfebereich.
Das soll es für den Anfang erst einmal gewesen sein. Weitere Artikel und Tipps zu Facebook werden folgen.
Ein Kommentar zu dem Artikel
⇒ Wissenswertes zu Facebook Teil 1 – Facebook Grundlagen ⇐
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29. Dezember 2010 um 07:31 Uhr
Wenn ich an meinen Computer gehe, ist Facebook die erste Seite die ich prüfe – das muss ich schon zugeben. Mein Nutzungsverhalten hat sich aber dahingehend geändert, dass ich da nur noch kurz Updates checke und Kontakt zu Freunden aufnehme.
Mich an mein Notebook zu setzen und speziell Status-Updates zu machen, das mache ich nicht mehr.
Übrigens netter Post, der gut alles zusammenfasst. Vor allem die Entwicklung der Benutzerzahlen finde ich sehr interessant.
Es grüßt – Henning.