Der Browser Opera

Die beiden Internet-Browser Firefox sowie Internet Explorer habe ich bereits näher unter die Lupe genommen. Heute ist der wohl ewige Nischenbrowser Opera an der Reihe. Wie er entstanden ist sowie einige Tipps rund um den nordischen Internet-Browser gibt es in dem heutigen Artikel.

Wann entstand der Internet-Browser Opera?

Die meisten Leser werden es nicht glauben, aber die erste Version des Browsers Opera entstand bereits 1994 als Forschungsprojekt des norwegischen Telekommunikationsunternehmens Telenor. Diese Version wurde jedoch nicht veröffentlicht, da es ein reines Forschungsprojekt war. Am 30. August 1995 wurde das Unternehmen Opera Software ASA von Geir Ivarsøy und Jon Stephenson von Tetzchner gegründet. Die erste offizielle Version von Opera (2.10) wurde von der neuen Gesellschaft am 8. Dezember 1996 für das Betriebssystem Windows herausgebracht.

Logo OperaDie Versionen 2.10 bis 4.02 waren ausschließlich kostenpflichtig. Von den Versionen 5.00 bis 8.02 brachte Opera sowohl kommerzielle als auch kostenlose Versionen auf den Markt. Die nichtkommerzielle Variante war allerdings nur mit Adware erhältlich. Man musste beim Surfen einen Werbebanner im Browser in Kauf nehmen. Erst seit dem 20. September 2005, also mit der Veröffentlichung der Version 8.50, ist Opera vollständig als Freeware erhältlich.

Mit welcher Technik arbeitet der Opera?

Seit dem Jahr 2003 verwendet der Opera die eigens entwickelte Layout- bzw. Rendering-Engine namens Presto. Diese Software zeichnet sich durch ihre dynamische Arbeitsweise aus. Aufgerufene Seiten oder deren Teile können jederzeit neu gerendert werden. Das Hauptaugenmerk der Entwickler liegt bei Presto auf der Unterstützung der Webstandards HTML und CSS. Teilweise werden sogar Internet-Standards unterstützt, die sich noch in der Entwicklung befinden, wie etwa Webforms und CSS3. Sogar Street HTML wird akkurat interpretiert. So nennt Opera nicht standardkonforme, für den IE optimierte Seiten.

Welche Vorteile hat der Opera?

Mit dem Opera kann man nicht nur schnell und sicher surfen, die Entwickler dieses Internet Browsers sind zudem auch noch sehr innovativ. Die erste Version bot zum Beispiel das Tabbed Browsing an und bereits sehr früh wurden Mausgesten (Kombination von Mausklicks und speziellen Mausbewegungen) eingeführt. Andere Browser haben diese beiden Funktionen dann übernommen. Zusätzlich kann der Opera mit nützlichen Erweiterungen schon fast zum Schweizer Taschenmesser unter den Browsern aufgerüstet werden. In diesem Bereich schlägt der Opera die meisten anderen Browser um Längen.

Was liefert Opera bereits in seinem normalen Funktionsumfang?

Standardmäßig natürlich den eigentlichen Browser. Zusätzlich das E-Mail-, News- und RSS-Reader-Programm mit dem Namen Opera Mail und für Entwickler das Programm Dragonfly. Darüber hinaus bietet der Opera einen eingebauten BitTorrent-Client, Phishing-Schutz und praktische Widgets für den Desktop. Einzigartig ist auch das Feature, das man für jede einzelne Website spezifische Einstellungen wie z.B. die Verwendung von JavaScript, Cookies, Popupblocker definieren kann. Darüber hinaus ist mit „Opera Unit“ eine Technik integriert, mit deren Hilfe man schnell einen eigenen Webserver einrichten kann.

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Meine Name ist Andreas Karstens. Beruflich bin ich selbständiger EDV-Dozent. Meine Kunden gehören fast ausschließlich der Generation 50plus an, weshalb ich im Dezember 2014 meinen bisherigen Tech-Blog auf dieses Thema neu ausgerichtet habe.

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Persönlich nutze ich den Opera deshalb nicht, weil ich schon seit Urzeiten mit Firefox (und davor Mozilla) glücklich bin und auch hier Erweiterungen habe, die ich beim Opera schmerzlich vermissen würde. Gewohnheitstier halt.

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