Datensicherung, aber wie?

Leider machen sich viele Nutzer von Computern keine Gedanken über die Sicherung der eigenen Daten. Erst wenn die geliebte Festplatte nicht mehr, läuft ist das Gejammer groß. Ob die Ursachen des Datenverlustes eine defekte Festplatte, Trojaner, Viren, versehentliches Überschreiben bzw. Löschen oder Diebstahl sind, spielt dabei keine Rolle. Die Daten sind erst einmal weg. Wie man trotzdem in vielen Fällen wieder an seine Daten kommt, sofern die Festplatte oder der ganze Computer nicht gestohlen oder komplett zerstört wurden, erkläre ich in einem weiteren Artikel.

Was ist Datensicherung überhaupt?

Als Datensicherung wird das vollständige oder teilweise Kopieren der in einem Computersystem vorhandenen Daten auf ein alternatives Speichermedium bezeichnet. Auch eine Sicherung der Daten online (Internetspeicher) ist möglich. Die auf diese Art gespeicherten Daten nennt man Sicherungskopie oder Backup. Das Wiederherstellen der Daten ist nach einem Festplattencrash problemlos durchführbar.

Auf welchem Speichermedium kann ich meine Daten sichern?

Generell kann man sagen, dass eine externe Festplatte, ein USB-Stick oder eine DVD für Privatpersonen völlig ausreichen. Festplatten sind häufig mit einem USB- oder Firewire-Anschluss versehen und lassen sich problemlos an den eigenen Computer anschließen. DVD-Brenner gibt es mittlerweile in fast jedem Computer und USB-Sticks kann man häufig schon als Werbeartikel kostenlos erhalten.
Welches Medium ich tatsächlich verwende, hängt in erster Linie von der Menge und Art der zu speichernden Daten ab. Habe ich nur ein paar Briefe, Fotos und MP3-Lieder, dann reicht vielleicht sogar ein USB-Stick. Mit Speichergrößen von 8 bis 32 Gigabyte (GB) kann dort schon eine große Datenmenge gespeichert werden. Sind die Datenmengen etwas größer, komme ich vielleicht mit einer DVD aus, die zwischen 4,7 und 17 GB speichern kann. Bei großen Datenmengen sollten diese schon auf Festplatten mit einer Speichergröße von aktuell bis zu 4 Terrabyte (TB) oder Magnetbändern mit bis zu 1 TB gespeichert werden.

Wo sind persönliche Daten am besten aufgehoben?

Hier würde wohl jeder Nutzer antworten: in meinen eigenen vier Wänden. Aber sind meine Daten dort auch sicher? Eigentlich nicht! Denn dort kann eingebrochen werden oder ein Feuer zerstört das Speichermedium auf dem die Sicherungskopie gespeichert ist.
Bei Unternehmen wird es da schon schwieriger, da sie nach dem Handelsgesetzbuch eine Pflicht zur Datensicherung haben. Hier können genauso Festplatten, DVD oder Bandlaufwerke (Streamer) zur Datensicherung genutzt werden. Der Aufbewahrungsort sollte aber mit Bedacht gewählt werden. In einem Safe oder Bankschließfach ist die Sicherungskopie besser aufgehoben. Das Bankschließfach hat den Nachteil der begrenzten Öffnungszeiten, dass heißt man hat nicht immer Zugriff auf die Sicherungskopie. Eine gute Alternative mit einer ständigen Verfügbarkeit bieten die Internetspeicher. Diese sind zwar rund um die Uhr erreichbar, aber hier stellt sich die Frage der Privatsphäre.

Wie macht man eine Datensicherung?

Das kann man ganz einfach ohne Software und mit nur wenig Hintergrundwissen schon bewerkstelligen. Nachdem das Speichermedium festgelegt wurde, speichert man die zu sichernden Daten bzw. Ordner auf dem Datenträger. Fertig! Im Idealfall sichert man in regelmäßigen Abständen und auf mindestens zwei verschiedenen Datenträgern. Das hört sich recht viel an, ist aber sicherer für die eigenen Daten. Diese Sicherungsmethode wird auch Generationenprinzip oder Großvater-Vater-Sohn-Prinzip genannt. Hierzu wird es noch einen speziellen Artikel geben.

Welche Programme gibt es zur Datensicherung?

Als gutes kostenloses Programm möchte ich zuerst einmal Tray Backup für Windows-Systeme (ab Windows 95) vorstellen, das auch vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfohlen wird. Weitere Programme stelle ich in weiteren Artikeln vor.

Screenshot Tray Backup

Tray Backup bietet als Freeware-Programm eine große Funktionalität. Man kann selbst auswählen, welche Dateien und/oder Verzeichnisse man sichern möchte. Eine gezielte Auswahl von Dateitypen mit flexiblem Dateifilter ist möglich. Auf Wunsch kann man Tray Backup in den System-Tray (neben der Uhr) für schnellen Zugriff (z. B Start der Datensicherung mit nur einem Mausklick) einbinden. Eine Kurzanleitung für den Schnelleinstieg, Erklärungen zur Programmoberfläche sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ) sind sowohl über die Webseite als auch über das Programm verfügbar. Die Bedienung ist für einen normalen Computerbenutzer geeignet.

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Meine Name ist Andreas Karstens. Beruflich bin ich selbständiger EDV-Dozent. Meine Kunden gehören fast ausschließlich der Generation 50plus an, weshalb ich im Dezember 2014 meinen bisherigen Tech-Blog auf dieses Thema neu ausgerichtet habe.

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