Googles Safe Browsing Diagnoseseite – ist Holidaycheck gefährlich?

Als ich mir heute Morgen die neuesten Bewertungen meines nächsten Urlaubsdomizils auf Holidaycheck anschauen wollte, wurde ich zunächst von Google daran gehindert.

Eine vorgeschaltete Website machte mich darauf aufmerksam, dass die Internetpräsenz von Deutschlands größtem Hotelbewertungsportal momentan als verdächtig eingestuft wird und meinen Computer beschädigen kann. Was ist da passiert und was hat es mit der Safe Browsing Diagnoseseite auf sich?

Seit 2007 warnt Google seine Benutzer vor dem Besuch „gefährlicher“ Websites. Das mag für Nutzer noch einen gewissen Mehrwert mit sich bringen, aber für Webseitenbetreiber kann es mehr als ärgerlich sein. Ich glaube nicht, dass Holidaycheck sich über die aktuelle Safe Browsing Diagnoseseite von Google freut.

Wie das Prüfungsverfahren des Data-Mining-Giganten abläuft wird auf dem GoogleWatchBlog genauer erklärt.

Auf der Safe Browsing Diagnoseseite selbst liefert Google eine detaillierte Einstufung der betreffenden Website mit Begründung für die letzten 90 Tage. Im vorliegenden Fall von Holidaycheck waren es von 3.771 überprüften Seiten genau 11 Seiten mit Malware die ohne Einwilligung des Nutzers heruntergeladen und installiert wurde.

Hier das Bildschirmfoto vom heutigen Tag um 8:08 Uhr.

Safe Browsing Diagnoseseite Holidaycheck

Die Überprüfung von Netz-Leidenschaft ergab keine Beanstandungen 🙂

Safe Browsing Diagnoseseite

Was sollten Webseitenbetreiber bei einer negativen Einstufung der Website unternehmen?

Zunächst einmal Ruhe bewahren, Hektik hat noch niemandem in solchen Situationen geholfen. Google selbst empfiehlt in seiner Webmaster-Zentrale eine Anleitung für das Vorgehen bei einer gehackten Website als PDF von der Website antiphishing.org. Dort werden grundlegende Tätigkeiten erklärt, wie man seine Website bereinigt.

Des Weiteren bietet Google dem Seitenbetreiber die Möglichkeit seine Seite nochmals überprüfen zu lassen. Das kann in der Webmaster-Zentrale beantragt werden. Den passenden Link findet man unter Website-Status/Malware.

Für alle Webmaster die kein Google-Konto haben, besteht keine Möglichkeit die Seite neu prüfen zu lassen. Aber welcher Webmaster kommt denn schon ohne Google aus? Schließlich laufen über 90 % aller Suchanfragen über den Branchenprimus.

Fazit

Für die Betreiber einer betroffenen Website ist eine Warnung auf der Safe Browsing Diagnoseseite mehr als ärgerlich. Für alle Nutzer des Internets ist es eine hilfreiche Information, denn leider tummeln sich im weltweiten Netz auch dubiose Typen.

Die neuesten Bewertungen habe ich trotzdem gelesen, da Holidaycheck für mich vertrauenswürdig ist.

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Meine Name ist Andreas Karstens. Beruflich bin ich selbständiger EDV-Dozent. Meine Kunden gehören fast ausschließlich der Generation 50plus an, weshalb ich im Dezember 2014 meinen bisherigen Tech-Blog auf dieses Thema neu ausgerichtet habe.

3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: Anonymous

  2. Guten Morgen, vielen Dank für den Artikel, hier nochmal von offizieller Stelle von HolidayCheck eine kurze Info, was der Hintergrund der Geschichte ist:

    Wir hatten letzte Woche für 2 Stunden ein Viren-Problem mit einem Werbeserver, welches wir sofort beheben konnten (außerdem den Server abgestellt). Google und Firefox haben erst gestern Abend festgestellt, dass es dieses Problem gab und verarbeiten die Info durch einen Warnhinweis.

    Zusammenfassend: das eigentliche Problem ist weg, die Abschaltung des Warnhinweises bereits beantragt. Die Webseite ist außerhalb von Firefox und Google wie gewohnt und ohne Risiken zu erreichen. Bei Fragen einfach fragen 🙂 Liebe Grüße, Nadja

    • Hallo Nadja,

      wie ich in meinem Fazit bereits geschrieben habe, vertraue ich Eurem Portal weiterhin 🙂

      Gruß
      Andreas

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