Mit dem Blog Geld verdienen – so geht es mit der VG Wort

Artikel schreiben und Geld damit verdienen. Davon träumt jeder Blogger. Einfach ist es nicht, aber mit der Verwertungsgesellschaft (VG) Wort lassen sich sogar die eigenen Beiträge dauerhaft versilbern.

Wie man selbst in den Genuss von Tantiemen kommen kann und was die VG Wort genau ist, erkläre ich in meinem heutigen Beitrag in der Artikelserie über die Möglichkeiten, im Internet Geld zu verdienen.

Was ist die Verwertungsgesellschaft Wort genau?

Die VG Wort ist ein rechtsfähiger, nicht gewinnorientierter Wirtschaftsverein, der seinen Status kraft staatlicher Verleihung bekommen hat. Der Verein wurde 1958 gegründet und ist vergleichbar mit der GEMA.

Zweck der VG Wort ist die treuhänderische Wahrnehmung der urheberrechtlichen Befugnisse von Autoren und Verlagen. Genauer gesagt treibt die VG Wort von den Verwertern (u.a. Kopier- und Druckgerätehersteller, Bibliotheksbetreiber) geistigen Eigentums Geld ein und verteilt dieses an die Urheber (Wortschöpfer) des geistigen Eigentums.

Und hier kommen die Blogger ins Spiel. Denn seit 2007 werden auch Texte im Internet durch das Meldesystem für Texte auf Internetseiten (METIS) vergütet.

Welche Voraussetzungen muss ich als Blogger erfüllen?

Als erstes muss man sich beim Registrierungs- und Meldeportal der VG WORT (kurz T.O.M.) als Autor anmelden. Die Abkürzung T.O.M. steht für Texte Online Melden. Einsendeschluss für die Unterlagen ist jeweils der 31. Dezember.

Der Text muss einen Mindestumfang von 1.800 Anschlägen haben. Mit den Anschlägen sind natürlich Zeichen gemeint. Bis zu dieser Stelle sind es in meinem Artikel bereits 1.391 Zeichen ohne Leerzeichen!

Des Weiteren darf der Artikel nicht kopiergeschützt sein. Im Internet ist damit passwortgeschützt gemeint.

Zusätzlich muss eine Zählmarke von METIS in den Quelltext eingebunden werden. Diese bekommt man in seinem Konto.

Der Artikel muss mindestens 1.500 Mal pro Jahr aufgerufen werden. Das ergibt 125 Aufrufe pro Monat und 4,1 Aufrufe pro Tag. Hierbei werden nur Aufrufe aus Deutschland gezählt.

Wie viel kann ich bei der VG Wort verdienen?

Kommt ganz darauf an. Dieser Blog zum Beispiel wird zwar viel gelesen, dennoch erreiche ich die erforderlichen 1.500 Zugriffe pro Artikel nur bei wenigen Artikeln. Mein Top 1 Artikel im Jahr 2011 war „Feintuning beim Firefox mit dem Befehl about:config„, der insgesamt 666 Mal aufgerufen wurde. Je mehr Besucher der Blog anzieht, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit mit der VG Wort Geld zu verdienen.

Die Tantiemen sind nach Zugriffen gestaffelt und die Höhe der Quoten wird jährlich im Frühjahr von Vorstand und Verwaltungsrat der VG Wort neu festgesetzt. In den letzten Jahren gingen die Beträge allerdings immer weiter zurück. So erhielten Blogger im Jahre 2007 noch 30,00 Euro für einen Artikel mit 1.500 Zugriffen. Im selben Bereich werden für 2011 nur noch 10,00 Euro ausgeschüttet.

Zusätzlich schraubt die VG Wort jedes Jahr an den Staffelungen der Zugriffe. Für 2010 umfasste der erste Bereich 1.500 bis 2.999 Zugriffe. In 2011 geht er von 1.500 bis 5.999 Zugriffen.

Die Staffelungen der Zugriffe haben sich wie folgt entwickelt.

Jahr Zugriffe Zugriffe Zugriffe
2007

1.500 – 2.499

30,00

ab 2.500

40,00

2008

1.500 – 2.999

30,00

ab 3.000

40,00

2009

1.500 – 2.999

20,00

3.000 – 9.999

25,00

ab 10.000

30,00

2010

1.500 – 2.999

15,00

3.000 – 9.999

20,00

ab 10.000

25,00

2011

1.500 – 5.999

10,00

6.000 – 23.999

15,00

ab 24.000

20,00

Wer also in 2007 fünf Artikel mit 2.700 Zugriffen hatte, der bekam 200,00 Euro ausgezahlt. Die selben Artikel erhielten 2011 bei gleichbleibender Zugriffszahl nur noch 50,00 Euro.

Das ist zwar eine akute Verringerung der Quoten, aber immer noch besser als gar nichts.

Lohnt sich eine Anmeldung bei der VG Wort?

Kommt drauf an, wie viele Besucher der Blog hat. Wie ich oben bereits beschrieben habe, sind die Zugriffzahlen meiner Artikel noch deutlich unter dem Mindestbereich. Wer also höhere Besucherzahlen hat, der sollte sich ruhig anmelden.

Wann bekommt man sein Geld bei der VG Wort?

Der Meldungseingang für Urheber, also auch Blogger, muss bis zum 1. September des Folgejahres um 24:00 Uhr erfolgt sein. Der Scheck mit den Tantiemen kommt dann etwa zwei Monate später ins Haus geflattert.

Fazit

Die Quoten für Artikel werden zwar immer geringer, aber für gut besuchte Blogs lohnt es sich allemal.

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Meine Name ist Andreas Karstens. Beruflich bin ich selbständiger EDV-Dozent. Meine Kunden gehören fast ausschließlich der Generation 50plus an, weshalb ich im Dezember 2014 meinen bisherigen Tech-Blog auf dieses Thema neu ausgerichtet habe.

4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Bei einem Blog läuft es immer darauf hinaus, wie oft jemand regelmäßig bloggt und ob er mit seinen Beiträgen Interesse weckt.

  2. Wenn selbst Ihr sehr gut positionierter Blog nicht die nötigen Zugriffszahlen erreicht, dann wird es sich wohl nicht lohnen. Schade eigentlich. Denn die Grundidee für diese Art, Geld zu verdienen, gefällt mir sehr gut. Ich frage mich, warum die Vergütung immer mehr abgesenkt wird. Ist das reine Abzocke oder hat es mit Angebot und Nachfrage zu tun?

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