Sicherheitslücken & Co. – Routerzwang bald abgeschafft?

Wer sich bei einem DSL-Provider anmeldet, muss sich normalerweise anschließend auch um die Wahl eines Routers kümmern. In vielen Fällen wird ihm diese jedoch schon durch den Provider abgenommen. Was im ersten Moment nach Zeit- und eventuell finanzieller Ersparnis klingt, bedeutet in vielen Fällen leider auch, dass an Sicherheitsmaßnahmen gespart wird.

Große Auswahl durch Provider eingeschränkt

Angebote für Router gibt es viele. Hat man sich für ein Modell entscheiden, wird man beispielsweise auf ebay.de schnell fündig. Je nach Wahl des Providers kann dies jedoch zu Problemen führen, denn einige Anbieter schreiben ihren Nutzern vor, dass diese nur deren zur Verfügung gestellte Geräte nutzen dürfen.

Gefahr der Sicherheitslücken

Mitte letzten Jahres veröffentlichte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik eine Warnung an Kunden des Anbieters Vodafone, da man auf deren älteren Modellen, mit dem Namen Easybox 602 und 803 große Sicherheitslücken entdeckt hatte. Kunden und deren internetfähige Geräte waren nicht gegen potentielle Angriffe geschützt. Der Anbieter reagierte leider erst sehr spät mit einem Update auf diese Warnung.

Viele Kunden sind dementsprechend gewarnt und würden nun lieber auf andere Geräte umsteigen. Leider lassen viele DSL-Provider aber dies bisher in bestimmten Tarifkategorien nicht zu.

Kritiker fordern Änderungen

Inzwischen sind auch viele Router-Hersteller mit dem sogenannten „Routerzwang“ nicht mehr einverstanden und wenden sich nun an die Bundesnetzagentur, um eine rechtliche Neuregelung zu erwirken. Unterstützung erhalten sie dabei unter anderem auch vom Chaos Computer Club, dem Bundesverband Initiative gegen digitale Spaltung und der Free Software Foundation Europe. Bisher sind die DSL-Anbieter nicht gesetzlich verpflichtet, ihren Kunden die Zugangsdaten mitzuteilen. Die Kritiker fordern in erster Linie, dass jeder DSL-Kunde den Anspruch auf ein privates Netz haben sollte. Sind Provider jedoch berechtigt das Endgerät zur DSL-Nutzung aus der Ferne zu kontrollieren und zu warten und darüber hinaus nicht in der Lage, Sicherheit zu garantieren, gibt dies berechtigten Anlass zu Kritik. Auch geht es dabei um dadurch entstehende geschäftliche Nachteile für die Router-Hersteller. Derzeit beschäftigt sich die Bundesnetzagentur eingehend mit der Thematik. Ein Urteil ist bisher noch offen.

Meine Name ist Andreas Karstens. Beruflich bin ich selbständiger EDV-Dozent. Meine Kunden gehören fast ausschließlich der Generation 50plus an, weshalb ich im Dezember 2014 meinen bisherigen Tech-Blog auf dieses Thema neu ausgerichtet habe.

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