Was ist eine Cloud?

Nicht erst seit der Veröffentlichung von Apples iCloud ist Cloud Computing in aller Munde. Immer mehr Unternehmen und Anwender setzen auf die vermeintliche Technik der Zukunft. Aber müssen wir denn zukünftig alle in der Cloud leben oder arbeiten und welchen Grund gibt es, sich nicht daran zu beteiligen? Diese und weitere Fragen werde ich genauer unter die Lupe nehmen.

Was ist eine Cloud?

Der Begriff Cloud Computing umschreibt den Ansatz, dem Benutzer bestimmte Bereiche wie Rechenkapazität. Datenspeicher, Software usw. über ein Netzwerk zur Verfügung zu stellen. Kurz gesagt werden Dokumente, E-Mails und Programme nicht mehr auf dem eigenen Computer gespeichert, sondern im Internet und dem Nutzer bedarfsgerecht zur Verfügung gestellt.

Seit wann gibt es Cloud Computing?

Die Cloud gibt es im Internet schon länger. Jeder, der ein E-Mail-Konto bei GMX, web.de oder Yahoo hat, lebt bereits in der Cloud. Das Bearbeiten der E-Mails geschieht dabei in Echtzeit auf dem Server der Anbieter, wo immer diese auch stehen mögen.

Der Begriff selbst ist erst Mitte 2000 so richtig aufgekommen. Maßgeblichen Anteil an der Erfindung des Cloud Computing hatten große Internet-Unternehmen wie Amazon, Google, und Yahoo. Diese müssen ihre Kapazitäten permanent vergrößern, da die Anzahl der Nutzer rasend schnell wächst. Bestes Beispiel war im Juni 2011 das soziale Netzwerk Google+. Bereits nach 14 Tagen hatten sich 10 Millionen Menschen zur Beta-Phase angemeldet. Dieser Zuwachs kam selbst für den Branchenprimus überraschend. Das Ergebnis war, dass Neuanmeldungen zuerst nur mit einer Einladung und danach für einen Monat überhaupt nicht mehr möglich waren. Google musste erst einmal die Kapazitäten deutlich erhöhen. Durch Cloud Computing werden die Kapazitäten auch zu Spitzenzeiten bereitgestellt.

Wer kann Cloud Computing nutzen?

Grundsätzlich jeder Computernutzer, der bestimmte Bereiche auslagern möchte, um seine eigenen Kapazitäten zu schonen.

Was kann ich alles auslagern?

Mit dem neuen iCloud von Apple kann man z.B. alle Daten von Apple-Geräten wie iMac, iPhone und iPad sowie Windows-Rechnern synchron halten. Der Steuer-Dienstleister Datev bietet seinen Kunden unter anderem die Online-Arbeit mit DATEV- und Microsoft-Office-Lösungen, ohne diese Software auf dem eigenen Rechner installiert zu haben. Das Portfolio von Google reicht schon längere Zeit vom Erstellen von Dokumenten und Tabellen über einen Kalender bis zur Bildbearbeitung. Alles online. Das Betriebssystem Google Chrome OS setzt fast vollständig auf Webanwendungen. Zur Nutzung des Betriebssystems ist daher eine ständige Verbindung ins Internet nötig. Das sind nur einige Beispiele. Die weiteren Möglichkeiten von Cloud Computing werde ich in späteren Artikeln genauer beschreiben.

Wo ist der Haken beim Cloud Computing?

Ganz einfach in den Bereichen Datenschutz und Datensicherheit. Die Daten in der Cloud werden nämlich auf irgendwelchen Servern gespeichert. Wo meine Daten liegen, weiß ich in den meisten Fällen nicht. Zwar versichern die meisten Anbieter, dass die Daten sicher abgespeichert werden und der Benutzer nur mit Hilfe einer doppelten Authentifizierung und durch Eingabe der PIN den Zugang erhält. Aber selbst diese Mechanismen können irgendwann geknackt werden. Und je mehr Nutzer sich für das Cloud Computing entscheiden, desto interessanter wird das Thema für Hacker.

Fazit

Für Menschen, denen etwas an der Sicherheit ihrer Daten liegt, ist Cloud Computing nicht geeignet. Allen anderen Nutzern wünsche ich viel Spaß in der Cloud.

Sie wollen mehr Computer-Tipps?

Tragen Sie sich in den kostenlosen Newsletter ein und Sie erhalten die neuesten Computer-Tipps regelmäßig per E-Mail.

Informationen zum Anmeldeverfahren, Versanddienstleister, statistischer Auswertung und Widerruf finden Sie in meinen Datenschutzbestimmungen

Meine Name ist Andreas Karstens. Beruflich bin ich selbständiger EDV-Dozent. Meine Kunden gehören fast ausschließlich der Generation 50plus an, weshalb ich im Dezember 2014 meinen bisherigen Tech-Blog auf dieses Thema neu ausgerichtet habe.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Pflichtfelder sind mit * markiert.